Katrin Esser







a returning course of movement, Katrin Esser und Sarah Veith, 2018


FUZZY, Katrin Esser, 2021

Into The Wild, Katrin Esser, 2016

Katrin Essers Kurzfilme sind futuristisch anmutende Inszenierungen, die die Geschichte und Architektur eines spezifischen Ortes aufgreifen. In der intensiven Auseinandersetzung mit deren bereits existierenden dominanten Erzählformen entwickelt Esser Arbeiten, die die mit dem kollektiven Gedächtnis verwobenen Narrative und Vorstellungen dekonstruieren. Dabei wird die Bedeutung des jeweiligen Ortes für soziale, politische und psychologische Prozesse der Identitätsbildung erfahrbar. Ihre experimentellen Kurzfilme hinterfragen so den Zusammenhang von subjektiven und kollektiven Erinnerungen auf die Wahrnehmung der Gegenwart.

Momentan arbeitet Esser an einem mehrteiligen Projekt über demenzielle Erkrankungen. In der Verwebung von dokumentarischem und inszeniertem Material untersucht sie die Bedürfnisse, Wahrnehmungen und Sorgen der Betroffenen sowie aktuelle und zukünftige Pflegemodelle am Beispiel der Demenzdörfer.


Biographie
Katrin Esser absolvierte 2019 ihr Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig mit einem Diplom der Medienkunst (Klasse Expanded Cinema von Clemens von Wedemeyer). Zuvor hatte sie ihr Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Ruhruniversität Bochum und der Universität Dortmund abgeschlossen.

Ihre Arbeiten wurden auf diversen Festivals und Ausstellungen gezeigt, wie u.a. Kasseler Kunstverein, ARD Mediathek, Kasseler Dok Festival, Museum Dortmunder U, Goethe-Institut Peking (CHN), Filmfest Dresden, Halle 14 Spinnerei Leipzig, Taipei ConTemporary Art Center Taipei (TW), PACT Zollverein Essen, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Blicke - Filmfestival des Ruhrgebiets oder Kunstquartier Bethanien Berlin..