23.09.2022, 19h

Piraten Kanal Kassel



Der Piraten Kanal Kassel geht live. Zur Show auf dem Deck des Havarie Space sind Sie, verehrtes Publikum, ebenso eingeladen wie zur Übertragung zuhause vor dem Computerbildschirm. Ein buntes Programm interessanter Gäste und Beiträge erwartet Sie auf dem Boot. Ab 19 Uhr spielen, lesen und kommentieren Bekannte und Unbekannte zum Thema Europa. Das Programm eines möglichen transeuropäischen Senders wird imaginiert. Lassen Sie sich überraschen und ziehen sie sich warm an (auch im wortwörtlichen Sinn)!

Die Live-Show ist Teil der Ausstellung „A Many-Headed Hydra“ der Graduiertenschule für Bewegtbild.

Piraten Kanal Kassel (Pirate Channel Kassel) goes live. You, dear audience, are invited to the show on the deck of the Havarie Space or the broadcast at home in front of your computer screen. A diverse program with interesting guests and contributions awaits you on the boat. Starting at 7 pm, we will play, read and comment on the topic of Europe. The program of a possible transeuropean channel will be imagined. Dress warmly (also in a literal sense)!

The live show is part of the exhibition “A Many-Headed Hydra“ by the Graduate School for Moving Image.

Havarie SPACE
am Fulda-Ufer
(Die Schlagd, 34123 Kassel)

Stream: https://hydrarchy.net/
Graphics by Sophie Hilbert & Saguaro



25.09.2022, 19h - 22h

Invocation of the Floating Graveyard




A performance👻gathering facilitated by Shasti & Spiders
By electric and organic means, we will make noise, listen, curse, breathe and voice our collective rage in this sound-based incantation. Tea and snacks will be provided.

Ein Performance👻Gathering mit Spiders & Shasti
Mit elektrischen und organischen Mitteln werden wir in dieser klangbasierten Beschwörungs-Performance gemeinsam Lärm machen, zuhören, fluchen, atmen und unsere kollektive Wut zum Ausdruck bringen. Für Tee und Snacks wird gesorgt

Havarie SPACE
am Fulda-Ufer
(Die Schlagd, 34123 Kassel)



03.09.2022 – 25.09.2022  

A Many-Headed Hydra


Ausstellung der Graduiertenschule für Bewegtbild im Havarie SPACE.


Gestaltung: N.B. Spiders & Christoph Schnerr

Wird der Wasserschlange Hydra ein Kopf abgeschlagen, so wachsen ihr zwei neue nach. Manche aus Knochen, manche aus Wasser, Schleim, Maschinerie. Hydra bringt uns bei, wie wir widerstandsfähig bleiben und radikale Formen von Kollektivität ausprobieren können. So wie sich einst widerspenstige Seefahrer:innen abseits der kontinentalen Hierarchien zusammenschlossen.
Doch wie finden wir in einer sich exponentiell wandelnden Umwelt Ersatzteile für unser im Hafen gestrandetes Schiff? Wer wird Motor, Körper, Ruder, Funkgerät? Die Wellen beginnen zu schwingen und wir erzählen uns die unglaublichen Geschichten aus den Logbüchern, in denen Orte und Zeiten zu einem endlosen Fluss, einem ewigen Auf und Ab verschwimmen.

A Many-Headed Hydra ist eine Gruppenausstellung von Teilnehmer:innen der Graduiertenschule für Bewegtbild in Kooperation mit dem Havarie SPACE, der vom Verein Autohaus Autohaus auf einem ehemaligen Ausflugs- und Eventschiff eingerichtet wurde. Gezeigt werden unter anderem Film- und Videoarbeiten, Installationen, Fotografien und Performance-Kunst. Im Rahmen der Ausstellung werden auch mehrere Live-Events vor Ort organisiert.

Die Graduiertenschule für Bewegtbild: Analoge Realitäten, Digitale Materialitäten ist ein Projekt der Kunsthochschule Kassel, das seit 2020 existiert. Sie bietet Künstler:innen und Gestalter:innen Raum, für zwei Jahre postgradual im Bereich Bewegtbild zu forschen.

Eröffnung: 03. September, 15 - 22 Uhr
Öffnungszeiten: Do – So, 17 bis 22 Uhr

Havarie SPACE
am Fulda-Ufer
(Die Schlagd, 34123 Kassel)

Mehr Infos zur Ausstellung, zum Programm und zum Havarie SPACE demnächst unter:
hydrarchy.net
www.instagram.com/havarie.space



Past Forward


Ein Filmprogramm der Graduiertenschule für Bewegtbild zum Rundgang der Kunsthochschule Kassel 2022.
Freitag, 15. Juli 2022 um 22:15 Uhr im großen BALi Kino

Eintritt: 5 €


Gestaltung: Laura Därr

Past Forward löst Zeit aus ihrer binären Einteilung in Vergangenheit und Zukunft und widmet sich Gleichzeitigkeiten, Wiederholungen und Verflechtungen von Geschichte. Schauplätze sind Orte, an denen Zeit aus den Fugen gerät: Ein Electroclub, der Rüstungsindustriestätte war und nun Kulisse eines Science-Fiction-Musicals ist. Ein Bunker, in dem kollektives Überleben und Zeug:innenschaft reflektiert werden. Ein Dorf, in dem sich ein Filmteam auf die Spuren Franz Kafkas begibt. Die Bauten von High-Tech-Konzernen, in denen die Geo­dätische Kuppel als Ikone der Alternativkultur nachhallt. In einem paranoiden Traum erscheint das Geisterhafte, das modernen Technologien anhaftet. Maschinisierte Schönheitsanwendungen glätten Falten, löschen Erinnerung. In einem Loop, einem Kreis ohne Anfang und Ende, verändert die Ausgangssituation den wiederkehrenden Handlungsstrang.

Past Forward (im großen BALi Kino, Kassel)
15. Juli 2022, 22:15 Uhr
Eintritt: 5 €

Mit Filmen von:  Alicia Carotta, Laura Därr, Katrin Esser, Zeno Gries, Juliane Henrich, Geeske Janßen, Young Kyun Kim und Tobias Sauer 



Die GBB auf der documenta fifteen

Walks & Stories in der Hafenstraße 76



Fotos: Lisa Dreykluft



Every Contact Leaves a Trace. Artist Talk und Q&A mit der Filmemacherin Lynne Sachs

Donnerstag, 28. Oktober 2021 (hochschulöffentlich)



© Lynne Sachs

For most of her adult life, film artist Lynne Sachs has collected and saved the small business cards that people have given her in all the various places she has traveled – from professional conferences to doctors’ appointments, from film festivals to hardware stores, from art galleries to human rights centers. In these places, Sachs met and engaged with hundreds of people over a period of four decades, and now she is wondering how these people’s lives might have affected hers or, in turn, how she might have touched the trajectory of their own journey. During her lecture, Sachs will expand upon her personal approach to making experimental documentaries and her essayistic method of asking questions of herself and others. She will interweave clips from her previous works (including The Washing Society, Film About a Father Who, and Girl is Presence) and her work-in-process, all of which take a hybrid approach to research and production. She will also touch on the writing of thinkers who have recently been of great importance to her own art-making practice, including theorist of visual culture and contemporary art Tina Campt and scholar and activist Silvia Federici. In this way, Lynne will examine her own current work, be it inchoate, porous and, like everything that is worth doing, deeply challenging.

Since the 1980s, Lynne Sachs has created cinematic works that defy genre through the use of hybrid forms and collaboration, incorporating elements of the essay film, collage, performance, documentary and poetry. Her films explore the intricate relationship between personal observations and broader historical experiences. With each project, Lynne investigates the implicit connection between the body, the camera, and the materiality of film itself. Lynne discovered her love of filmmaking while living in San Francisco. During this time, she produced her early, experimental works on celluloid which took a feminist approach to the creation of images and writing — a commitment which has grounded her work ever since. From essay films to hybrid docs to diaristic shorts, Sachs has produced 40 films as well as numerous projects for web, installation, and performance. She has tackled topics near and far, often addressing the challenge of translation — from one language to another or from spoken work to image. These tensions were investigated most explicitly between 1994 and 2006, when Lynne produced five essay films that took her to sites affected by international war – where she looked at the space between a community’s collective memory and her own subjective perceptions. Over her career, Sachs has been awarded support from the Guggenheim Foundation, the NYFA, and Jerome Foundation. Her films have screened at the Museum of Modern Art, Wexner Center, the Walker the Getty, New York Film Festival, and Sundance. In 2021, Edison Film Festival and Prismatic Ground Film Festival at Maysles Documentary Center awarded Lynne for her body of work. Lynne is also deeply engaged with poetry. In 2019, Tender Buttons Press published her first book Year by Year Poems. In 2020 and 2021, Lynne taught film and poetry workshops at Beyond Baroque, Flowchart Foundation, San Francisco Public Library, and Hunter College, City University of New York. She lives in Brooklyn, New York, USA.



Latenzen

Gruppenausstellung der Graduiertenschule für Bewegtbild im Kasseler Kunstverein, 09. – 22. Juli 2021


Gestaltung: Laura Därr

Latenz, oder die sogenannte Verzögerungszeit, bezeichnet das Phänomen, dass etwas schon passiert ist, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt in Erscheinung tritt. Besonders seit Beginn der Pandemie sind wir verschiedenen Latenzen ausgesetzt. Während wir uns noch mitten im Geschehen befinden und mit ganz handfesten Sendeverzögerungen in Video-Konferenzen beschäftigt sind, werden die eigentlichen Folgen derzeitiger Entscheidungen nur als Zukunftsprojektionen an die Wand geworfen. Die Graduiertenschule für Bewegtbild, die sich hier das erste Mal physisch begegnet, nimmt sich in ihrer ersten Ausstellung den Möglichkeitsräumen dieser Latenzen an. In einem hybriden Ausstellungssetting sind Arbeiten zu sehen, die um das Senden und Empfangen kreisen, um Gedächtnisverlust und virtuelle Erinnerungsarbeit, um intergenerationale Traumaweitergabe und die physischen Räume der digitalen Abstraktion, um hyper-überwachte Unterhaltungsumgebungen und virtuelle Kontaktaufnahmen.

Im Kassler Kunstverein verweisen analoge Objekte auf digitale Räume, in denen sich künstlerische Untersuchungen der Gegenwart in Richtung Zukunft finden. Die gezeigten Arbeiten projizieren und spekulieren, was mit Verzögerung empfangen werden wird. Die Objekte im Ausstellungsraum nehmen Bezug auf künstlerische Arbeiten, die auf der dafür entwickelten Website latenzen.online zu sehen sind. Über QR-Codes gelangen die Besucher*innen zu den multimedialen Inhalten. Dafür kann das eigene Smartphone genutzt oder vor Ort ein Tablet ausgeliehen werden. Gerne können auch eigene Kopfhörer mitgebracht werden Zur Finissage am 22.7. wird die Website screen-sharing.net gelaunched, die von da an als Präsentations- und Austauschplattform für die Forschungsprojekte der GBB fungiert und von den Teilnehmer*innen kontinuierlich bespielt und gestaltet wird.

Ausstellende Künstler*innen: Alicia Carotta, Christoph Schnerr, Geeske Janßen, Juliane Henrich, Katrin Esser, Laura Därr, Silke Körber, Tobias Sauer, Zeno Gries
Grafik und Gestaltung der Website: Christoph Schnerr und Laura Därr


Öffnungszeiten:
Di – So 11 – 18 Uhr
Donnerstags 11 – 20 Uhr
Finnisage am 22. Juli, 18 Uhr

Eintritt frei



Fotos: Holger Jens



Artist Talk und Q&A mit Eli Cortiñas

Donnerstag, 24. Juni 2021 (hochschulöffentlich)



© Eli Cortiñas

Eli Cortiñas, 1979 in Las Palmas de Gran Canaria (ES) geboren, ist eine Spanische Videokünstlerin kubanischer Abstammung. Sie war Gastdozentin an der Kunsthochschule Kassel (DE) und der der Kunsthochschule Mainz (DE) sowie Gastdozentin an der HGB Leipzig (DE) und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (DE). Derzeit teilt sie sich eine Professur mit der Südafrikanischen Künstlerin Candice Breitz an der HBK Braunschweig (DE).

Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Residencies, unter anderem das Fundación Botín Stipendium, Berliner Senat Film/ Videostipendium, Villa Sträuli Residenz, Kunstfonds Arbeitsstipendium, Goethe Institut artist in residency, Kölnischer Kunstverein Atelierstipendium, Rupert Residency, Villa Massimo und das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium. Sie war in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten an Institutionen wie Kunsthalle Budapest, Moscow Museum of Modern Art, Museum Ludwig, MUSAC, Museum Marta Herford, Centre Georges Pompidou, Pinakothek der Moderne, Wilhelm-Hack- Museum, Centro Atlántico de Arte Moderno, KINDL Zentrum für zeitgenössische Kunst, Museum Morsbroich, Berlinische Galerie. Ihre Film- und Videoarbeiten wurden bei der Riga Biennale, Moscow International Biennale for Young Art, Mardin Biennale, Internationales Filmfestival Oberhausen, Prospectif Cinema im Centre Georges Pompidou, Torino Filmfestival, Curtas Vila Do Conde, Les Rencontres Internationales, Videonale 14, Videonale 18, Nashville Filmfestival, Transmediale 2021/22 und Internationales Fimfestival Gijón präsentiert. Eli Cortiñas lebt und arbeitet in Berlin



Artist Talk und Q&A mit Roee Rosen

Dienstag, 4. Mai 2021: (hochschulöffentlich)



© Roee Rosen

Roee Rosen
(geboren 1963) ist ein israelisch-US-amerikanischer Künstler, Filmemacher und Schriftsteller. Rosen ist Professor am Ha’Midrasha Art College und an der Bezalel Art Academy in Israel.

Rosens aus Malerei und Text bestehende Installation Live and Die as Eva Braun (1995-1997) löste einen Skandal aus, als sie erstmals im Israel Museum ausgestellt wurde. Später wurde ihre Herangehensweise an die Darstellung des Holocaust als bahnbrechend anerkannt und in Berlin, New York, London, Warschau und 2017 in Athen als Teil der documenta14 ausgestellt. Rosen widmete sich mehrere Jahre seiner fiktiven weiblichen Persona, der jüdischen belgischen Malerin und Pornografin Justine Frank. Ein Projekt, das die Fabrikation ihres gesamten Oeuvres sowie eines Buches und eines Kurzfilms, Two Women and a Man (2005), beinhaltete.

Dem filmischen Schaffen Rosens wurden mehrere große Programme gewidmet, unter anderem am Tate Modern, London (2010), im Museum für Moderne Kunst, Wien (2014), bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (2012) sowie umfassende Retrospektiven beim Filmfestival La Roche-sur-yon (2013) und beim FICUNAM Festival, Mexico City (2018). Überblicksausstellungen des Künstlers fanden bisher u.a. im Zamek Królewski in Warschau (2010), im Tel Aviv Museum (2016), im Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg (2016), in Charlottenborg, Kopenhagen (2019) und im Project Arts Centre, Dublin (2019) statt. 2018 fand im Centre Pompidou in Paris eine umfangreiche Einzelausstellung mit dem Titel Histoires dans le pénombre statt. Rosen arbeitet derzeit an einem abendfüllenden Film mit dem Titel Kafka For Kids. Sein jüngster Kurzfilm Explaining the Law to Kwame , der 2020 auf dem FIDMarseille Premiere feierte und mit dem FNAC sowie dem Flash Award ausgezeichnet wurde, ist Teil dieses Projekts.



Workshop "Computer Vision" mit Coralie Vogelaar

Dienstag, 29. September 2020 (in Kooperation mit der Communication School der Universität Kassel)


© Coralie Vogelaar



Fotos: Holger Jenss


Performative Präsentation der Teilnehmer*innen


Künstlerin und Workhopleiterin Coralie Vogelaar

In this workshop we will try to view the world of the image in a new way. We will be focussing on alienating ourselves from our usual perception and try to see through the eyes of the machine. We will investigate and collectively map out emotional responses to technology and their behavioural implications and will try different intuitive research methods that promote the production of associative and subconscious ideas but also reflect on them. As a cooperation between the Graduate School for Moving Image and the Communication School of Graduate Academy, Amsterdam-based artist Coralie Vogelaar will conduct a workshop that invites participants from both scientific and artistic backgrounds to discuss different notions of research. Collectively they will exchange on the field of „computer vision" using a variety of open source tools to examine image recognition, emotion tracking and others.

About The Communication School: The Communication School is a summer school open to Kassel university students (MA, doc, post-doc). In times of Fake News and raising mistrust towards science, Science Communication has become essential and an inherent part of scientific practice. The one-week training programme of the Communication School supports participants to develop their skills in Science Communication and enables them to become Science Communicators. /// uni-kassel.de/einrichtungen/en/graduate-academy/further-education/communication-school.html

About the lecturer: Coralie Vogelaar is an Amsterdam-based visual artist. In her ongoing research, she explores the areas where technology and humans meet, the interaction between the two and ways in which they influence each other. Her work consist of systematically conducted studies how computers see humans and their activity, and works with deep learning, eye & emotion tracking, and image recognition software. Both her background and interest are interdisciplinary, and she works together with (data)scientists, creative coders, actors, dancers and choreographers. Recent exhibitions were in ZKM - Karlsruhe, Veem House for Performance, Fotomuseum Winterthur, Kunstverein Kassel, Science gallery Dublin, Impakt Festival Utrecht, UnArt Museum Shanghai, Noorderlicht Festival, Museum für Gestaltung Zürich, MU Artspace, V2 - lab for the unstable media, FOMU - Antwerp, SPRING Festival Utrecht and Kunstfort bij Vijfhuizen. She currently is doing a residency at TU Eindhoven Innovation Lab